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Naturpool: Skimmer- vs. Überlaufbecken

Aktualisiert: 2. Feb.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Wasseroberfläche zu reinigen: den Skimmer oder den Überlauf. Worin unterscheiden sich beide Varianten? Welche eignet sich für meinen Naturpool?



Das Skimmer-Becken

Der Skimmer saugt die Wasseroberfläche punktuell ab. Im Skimmerhals befindet sich eine Klappe, welche sich permanent an den Wasserspiegel anpasst. Sie sorgt dafür, dass nicht zu viel Wasser abgesaugt wird. Dieses Wasser passiert im Skimmerhals ein Sieb, wodurch schwimmende Partikeln gefiltert werden. Danach fließt es in den Tauchpumpenschacht und wieder zurück in das Becken.





Unser patentierter Bogensiebskimmer

Wir verbauen nur patentierte Bogensiebskimmer der Fa. BIOTOP, diese haben ein gebogenes Sieb, welche eine komplette Verstopfung des Skimmerhalses verhindern. Die Maschenweite des Edelstahl-Siebes beträgt nur 0,3 mm - somit werden auch kleinste Partikel gefiltert! Ein weiteres Merkmal ist das Tier-Ausstiegsblech. Heuschrecken, Frösche etc. werden von Skimmern angesaugt und können sich bei gewöhnlichen Skimmern nicht mehr selbst befreien. In unseren Skimmern finden sie ein Ausstiegsblech, über dieses sie den Skimmer verlassen können.






Maximaler Wasserstand

Wie hoch kann der maximale Wasserstand bei Skimmerbecken sein? Damit das Wasser optimal in den Skimmer angesaugt wird, und auch bei größeren Verschmutzungen abziehen kann (z.B. Laubblätter), muss zwischen Oberkante des Skimmers und dem Wasserspiegel ca. 3 cm Platz bleiben. Hinzu kommen noch 1 cm Wandstärke des Skimmers und bei einer Pflasterfläche 1 cm Steinkleber und mind. 2 cm Plattenstärke.


Somit ergibt sich ein maximaler Wasserstand von 7 cm unter der Oberkante der Pflasterung.

Vor- und Nachteile

+ sehr einfaches Prinzip

+ platzsparend, da nur Skimmer und Tauchpumpenschacht (ca. 1 m3) notwendig

+ kein Steuergerät für den Pegelstand notwendig (nur die Zeitschaltuhr für die Pumpe)

+ einfache Reinigung des Skimmers

- maximaler Wasserstand bis ca. 7 cm unter dem Belag der anschließenden Flächen







Das Überlaufbecken

Beim Überlaufbecken kann zwischen der "Overflow"-Kante oder der "Infinity"-Kante unterschieden werden. Das Prinzip ist bei beiden Möglichkeiten das selbe, nur die Art des Überlaufs sieht anders aus. Das "Overflow"-Becken hat an allen vier Seiten Überlaufrinnen. Der Pool wird - von der Füllstandsregelung - immer etwas mehr gefüllt, als "Platz im Becken" ist. Somit geht das Becken "optisch über" und das Wasser rinnt über die Kanten ab. Dadurch kann der Wasserstand bis an die Höhe der Pflasterung/Terrasse etc. gehoben werden. Gerade bei modernen, architektonischen Anlagen ist dies ein Highlight!





Ein Becken mit Infinity-Kante hat (auf zumindest einer Seite) eine Überlaufkante. An dieser Seite "rinnt das Wasser über die Kante" und wird danach über eine Rinne gesammelt. Dadurch entsteht optisch der Effekt eines randlosen Pools. Gerade in Kombination mit einem Ausblick in die Landschaft, ist dieser Effekt unglaublich!





Nachdem das Wasser in den Überlaufrinnen gesammelt wurde, wird es in einen Ausgleichsbehälter abgeführt. Dieser Behälter sammelt "überschüssiges" Wasser, welches momentan im Pool nicht benötigt wird. Der Pool soll ja immer bis zum Überlaufen gefüllt sein, unabhängig davon, ob gerade fünf Personen darin baden, oder niemand im Wasser ist. Die Dimensionierung des Ausgleichsbehälters muss anhand des Beckens berechnet werden. Erfahrungsgemäß haben diese Behälter bei einer Beckengröße von 8,00 x 4,00 x 1,50 m ungefähr 3,00 - 3,50 m3 Fassungsvermögen. Von diesem Behälter wird das Wasser wieder zurück in das Becken gepumpt.





Filtration

Aber auch hier müssen wir nicht auf das patentierte Bogensieb der Fa. BIOTOP verzichten. Am Ende der Rohrleitung (bevor das Wasser in den Ausgleichsbehälter plätschert) montieren wir das Bogensieb. Somit wird das Wasser von einem Sieb mit 0,3 mm Maschenweite filtriert.



Vor- und Nachteile

+ optische Highlights, erzielt nur durch die Wasseroberfläche

+ sehr hohe Wasserstände möglich - bis auf die Oberkante der anschließenden Beläge, oder höher

+ "randlose" Poolkanten möglich (Infinity-Kante)

- Reinigung etwas aufwendiger (Reinigung der Überlaufrinnen)

- Gefahr der Algenbildung an den Überlaufflächen (Außenkanten) - Reinigung kann notwendig werden

- größerer Platzbedarf für den Ausgleichsbehälter

- Reinigung des Ausgleichsbehälters 1x/Jahr notwendig

- Steuergerät für den Pegelstand notwendig







Der Autor


Ing. Michael Hofbauer

Ihr Partner für Gartengestaltungen & Naturpools

0681 / 8188 3774 - m.hofbauer@gartentraum.st


Gründer und Inhaber der GartenTraum Hofbauer GmbH

BIOTOP-Partner für Süd-Ost-Österreich (Living Pools & Swimming Ponds)

Absolvent der HBLFA Schönbrunn

für Gartengestaltung und Landschaftsarchitektur (Matura 2013)


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